"Basketball verbindet": Das Inklusionsprojekt von Brose Bamberg

Das Jugendprogramm von Brose Bamberg ist vielfältig und gehört seit vielen Jahren zu den besten Nachwuchsplattformen in Basketballdeutschland. Neben den Aktivitäten im Schul-und Breitensport engagiert sich der Brose Bamberg e.V. als Träger der Jugendarbeit auch im sozialen Bereich.  In diesem Zusammenhang greift der neunmalige deutsche Meister und sechsfache Pokalsieger ab der Saison 2019/20 mit dem Projekt „Basketball verbindet“ das Thema Inklusion auf.

Gemeinsam mit dem Dientzenhofer Gymnasium, der Lebenshilfe Bamberg (Bertold-Scharfenberg-Schule Bamberg), dem Sportamt Bamberg sowie der Landesstelle für den Schulsport (kurz: LASPO) ist es gelungen, die Aspekte Sport / Basketball und Inklusion unter dem Dach von „Basketball verbindet“ zu vereinen. 

Die Projektidee

Der Basketballhintergrund der Schule

Das DG ist seit vielen Jahren Basketballstützpunktschule von Brose Bamberg. Viele der Bamberger Nachwuchsspieler machen am DG ihr Abitur. Als sportbezogene Schule werden vielfältige Möglichkeiten im Breiten-und Jugendleistungssport geboten, um aktiv zu werden.

Seit mehreren Jahren finden zwei wöchentliche Sportarbeitsgemeinschaften „Basketball“ (kurz: SAG) mit Kindern der sportbetonten Klassen (Jahrgangsstufe fünf und sechs) statt. Betreut werden die Kinder von Brose Bamberg Jugendtrainern.

Inklusion am Dientzenhofer Gymnasium

Seit vielen Jahren spielt das Thema Inklusion eine wichtige Rolle für Schulen. Zahlreiche Förder-und Unterstützungsmöglichkeiten erlauben es, dass Kinder mit und ohne Beeinträchtigung ihren Schulalltag gemeinsam bestreiten. Das Dientzenhofer Gymnasium ist eine von insgesamt nur zehn Schulen in ganz Bayern mit dem Schulprofil Inklusion.

 

Der Name ist Programm

„Basketball verbindet“ – wortwörtlich

Im Schuljahr 2018/9 ist es gelungen, beide oben genannten Komponenten zusammen zu bringen: die SAGs wurden offiziell als Inklusions-SAGs angemeldet. Das heißt, zu abgestimmten Terminen werden Kinder mit und ohne Beeinträchtigung in der Halle aktiv und treiben gemeinsam Sport. Kinder der Bertold-Scharfenberg-Schule Bamberg (Lebenshilfe Bamberg) nehmen daher regelmäßig am Training teil. So wird aktiv Inklusion ermöglicht.

 

Erfolge erzielen und Grenzen überwinden

Besonderen Erfolgscharakter erhält das Konzept durch die Installation von Basketball-Minikörben, die in Zusammenarbeit mit dem Sportamt Bamberg und der LASPO in zwei Hallen des DGs angebracht werden konnten. Durch die niedrig hängenden Korbanlagen werden Erfolgsmomente für alle Beteiligten nachhaltig gefördert.  

Auch für die örtlichen Vereine, für deren Verbandspielbetrieb die Minikörbe ab der Spielzeit 2019/20 verpflichtet sind, sind die Minikörbe ein absoluter Mehrwert.

 

Ausblick auf die nächste Saison

Das Projekt „Basketball verbindet“ soll keine Eintagsfliege sein. Vielmehr ist den Projektpartnern dran gelegen, das Projekt auf stabile Füße zu stellen. Hierzu soll vor allem die Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe Bamberg intensiviert werden. Vor Ort-Besuche an der Bertold-Scharfenberg-Schule sind denkbar.

Das Projekt soll auch anderen Sportarten zugänglich gemacht werden, um das Thema Inklusion auch außerhalb des Basketballs zu platzieren. In diesem Zusammenhang ist eine Zusammenarbeit mit der Initiative „ginas“ des goolkids e.V. ist geplant.